uninteressantes Geschwafel einer unerhörten Philosophin

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Lyrik

Was wäre wenn

Was wäre wenn, wir Teil einer gigantischen „irrealen“ Welt
und alles was, wir dächten würd, erfüllt werd’n könn „irgendwie göttlich“? Ja.
Was würd zu wünschen übrig bleiben, wenn uns wirklich „nichts mehr“ bleibt
nur das wir wünschen, dass wir hätten Wünsche für uns „immer“ mehr?

Was wäre wenn, uns einer fragt, ob wir vielleicht „ein bisschen“ Zeit
hätten für ihn und er uns könnt etwas erzähln, „was Wich’ges“ und
wir könnten selbst entscheiden, ob wir wirklich seines „hören“ wolln
oder viel lieber von uns selbst ein bisschen Leid „vor ihm“ aufzähln?

Ist denn alles sinnlos, was wir für uns tun?
Hat denn keiner Zweifel, ob wir jemals ruh’n
zu denken an uns selbst?
Ich glaube nicht!

Was wäre wenn, wir einmal würden mächtig Geld „ganz schnell“ gewinn’
und wir uns könnten einmal kaufen jede Menge „sinnlos“ Schund.
Ob wir da dächten einmal auch, an andere arme, „Dritte“ Welt
und etwas von dem unverdienten Schotter an sie „schenkend“ gäbn

Was wäre wenn, wir einmal plötzlich groß berühmt und „reich und“ schön
wärn für etwas, das ein ganz andrer eigentlich „vor uns“ erkannt?
Würden wir ehrenvoll gestehn’ dass der Ruhm ihm, „nicht uns“ gebührt?
Geschweigedenn den wahren Schöpfer der Idee „gebührlich“ ehrn?

Ist alles was wir für andre tun Spekulation?
Hat denn keiner Zweifel, ob wir jemals ruh’n
zu denken an uns selbst?
Ich glaube nicht!


Elwe
26.10.06 17:23


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Aufmerksamkeit

Die bedachtlos ausgesprochene Einladung gestern,
die brachte mir Glück
ebenso, wie die Quatschereien auf der Arbeitsstelle,
die holen mich zurück

In meiner kleinen depressiven Welt gehen die Fenster auf
und da draußen ist Licht
Ich brauch Musik, Musik und diese kleine Aufmerksamkeit hier
mehr brauch ich nicht

Und dass du dieses kleine Stückchen Holz geworfen hattest
brachte mich nach Haus
weil ich lachte und ich sagte noch ich lache nicht,
das sehe nur so aus

Oh, dieser Blick heut Nacht an der Auto-Scooter-Kasse
eine Sekunde lang
Der war so wie ein guter Schlag in die Magengrube
machte mich bang

Von so vielen Menschen kleine Aufmerksamkeiten
machen mich froh
und gegen alle Selbstverständlichkeiten brennt mein Herz
so lichterloh
26.10.06 17:21


Durch den Regen

Ich komme eben nach Hause, gestresst, klitschnass und glücklich. Ich habe es endlich vollkommen "unbeabsichtig" geschafft, in ein richtiges Sommergewitter zu kommen. Ein Gewitter mit ewig andauerndem Platzregen, vielen Blitzen und düsteren grauen Wolken. Warm war es. Nass war es. Weh tat es. Aber gut war es.

Ich wusste nicht, das Regen weh tun kann.
Ich wusste, das kalter Regen eklig ist.
Ich wollte einmal durchweicht werden.
Ich wusste, dass ich 10min Fahrrad fahre.
Ich wusste, dass ich einen Umweg mache, wenn ich noch den Brief für Simon wegschaffe.
Ich wollte ihn trotzdem abgeben.
Ich wusste, es würde schön sein.
Das war es.

Ich bin schon einmal in den Regen gekommen. Mit dem Unterschied, dass es damals richtig kalt war, ich richtig viel anhatte (Reitklamotten), die richtig schnell durchgeweicht waren (das einzig trockene an mir, als ich nach Hause kam, waren meine Füße, weil meine Reitstiefletten aus Gummi sind ), und ich wusste, dass ich niemals - auch wenn ich noch so schnell fahren würde, in 10min zu Hause sein würde. Es dauerte mindestens 20min... Irgendwann war es mir dann auch Rille, ob die Autos, die an mir vorbeifuhren mit Absicht die größten Pfützen zum Überholen auswählten, weil eh alles ein Eimer Wasser war, der über dem Geduschten ausgegossen wird.

Diesmal war es anders. Diesmal war es provoziert. Diesmal war es "freiwillig" Und es tat gut.

Einmal durch den Regen und danach heiß duschen
27.6.06 21:25


Glühwürmchen

All die Jahre über, die ich, des Nachts, im Wald umherstriff, hab ich noch kein einziges zu Gesicht bekommen, mein ganzes Leben lang keine Vorstellung von dem, was durch die bloße Bedeutungslosigkeit und Schlichtheit pure Lebensfreude vermittelt... (und jetzt bitte nicht denken, das Kind kann ja nicht sehr oft des Nachts durch den Wald gestiffen sein, die letzten Jahre über)... 2006, im Jahr des Sex, völlig unvermittelt, kriechen sie aus ihren Löchern hervor und...

Tanzen

Und ich wünsche ich könnte ein Gluhwürmchen sein
und tanzen lichterloh
(in der Nacht)
dann wäre ich wenigstens zu irgendwas gut
dann wäre ich schön
(in der Nacht)

Und im Elend des Wurms nicht an die Erde gedrückt
wie die Menschen sonst
(in der Nacht)
fliegend, leichtfertig und freudig umher
würd ich tanzen
(in der Nacht)

So bin ich und bleibe doch ewig nur das, was ich bin
bei Tag und
bei Nacht
Ein Wurm von Mensch, ohne Würde und Licht, ohne Zukunft
bei Tag und
bei Nacht

Elwe
28.2.05 17:13


Fremdkörper

Entgegen dem Pilgerstrom,
den es hinunter
zum Feuerwerk zieht,
Wandere ich Heim
In schwarzer Nacht
Still trauernd
Allein.

Kraftlos habe ich
den Tag verbracht
in meinem Bette
weiterlebend
mit schweren Wunden
in der Seele.
Bebend.

Von Krankheit geschwächt,
Fieber geschüttelt
Stechender Schmerz im Kopf
Aus Pflicht das Essen
Und Trinken
Sonst Nichts.
Vergessen.

Elwe
25.6.06 22:26


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