uninteressantes Geschwafel einer unerhörten Philosophin

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Aufmerksamkeit

Die bedachtlos ausgesprochene Einladung gestern,
die brachte mir Glück
ebenso, wie die Quatschereien auf der Arbeitsstelle,
die holen mich zurück

In meiner kleinen depressiven Welt gehen die Fenster auf
und da draußen ist Licht
Ich brauch Musik, Musik und diese kleine Aufmerksamkeit hier
mehr brauch ich nicht

Und dass du dieses kleine Stückchen Holz geworfen hattest
brachte mich nach Haus
weil ich lachte und ich sagte noch ich lache nicht,
das sehe nur so aus

Oh, dieser Blick heut Nacht an der Auto-Scooter-Kasse
eine Sekunde lang
Der war so wie ein guter Schlag in die Magengrube
machte mich bang

Von so vielen Menschen kleine Aufmerksamkeiten
machen mich froh
und gegen alle Selbstverständlichkeiten brennt mein Herz
so lichterloh
26.10.06 17:21


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Bekenntnisse

Ich möchte dich in den Arm nehmen und festhalten, dich vor der bösen Welt beschützen und einen Rhythmus finden, in dem ich uns beide in den sicheren Schlaf wiegen kann.

Ich benötige die Erklärungen, die ohne Vorwurf sind, und an die du mich immer wieder erinnern musst, weil es mir so schwer fällt, zu akzeptieren, dass es auch anderen schlecht geht. Ich gefalle mir zu sehr in der Rolle des Opfers, um das sich die Welt zu drehen hat, und vergesse all zu oft, dass auch ich hin und wieder gebraucht werde um Schutz zu geben. Ich hatte mir vorgenommen, Rücksicht auf deine Arbeit und deine Jobsuche zu nehmen, mich nicht in deine Zukunft einzumischen, aber es trifft mich jedesmal wie eine Beleidigung, wenn du etwas entscheidest, was mich nicht berücksichtigt. Das genau das jedoch auch das ist, was ich von dir verlange, ist mir dann egal. Und auch, wenn ich mit anderen darüber rede, bist du immer der, der Schuld an allem ist. So ist es aber nicht.
Ich bin dir dankbar dafür, dass du es mit meinen Launen aushälst und ich hoffe, das es dir nicht zur untragbaren Last wird, meine sture Selbstsüchtigkeit zu bezähmen.
Und ich hoffe, dass ich lernen kann, um das Bedürfnis herumzukommen, dich zu verletzen, bis du zugibst, dass du verletzt bist. Ich kann nicht glauben, dass du stark genug bist, das alles wegzustecken und fühle mich belogen und hacke umso mehr auf dir rum. Nur selten kommt der Lichtblick, in dem ich begreife, dass ich der Arsch bin, und dann versuche ich zu ändern, was ich nicht ohne Hilfe ändern kann. Ich brauche dich, und wenn ich bei dir bin, kann ich mir nichts vorstellen, wo ich besser hinpassen würde, doch sobald du bei mir bist, fürchte ich um irgendeinen Eindruck, den jemand gewinnen könnte. Ich weiß nicht woran das liegt und ich weiß nicht, wie ich es ändern kann, außer vielleicht, dass ich mich daran gewöhne.

Ich will mit dir reden. Aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe. Und ob es was bringt, oder nur noch mehr kaputt macht. Ich habe Angst, weil ich nicht weiß, wieviel von dem, was ich denke besser für mich behalten sollte, weil es nicht so ernst zu nehmen wäre und dich nur verletzen würde. Ich will, dass du mir vertrauen und mich lieben kannst, ohne ein gebrochener Mann zu sein, weil ich unter dem Zwang stehe, dir alles sagen zu wollen. Weil ich denke, das gehört zu Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit dazu.

Ich brauche auf jeden Fall, dass du kommst. Das du bei mir bist. Ich dich sehen und berühren kann. Vieles ist so belastend auf Dauer und ich wünsche mir nichts mehr, als dass es wieder besser wird oder aufhört.

Ich möchte dich in den Arm nehmen und festhalten, dich vor der bösen Welt beschützen und einen Rhythmus finden, in dem ich uns beide in den sicheren Schlaf wiegen kann.
19.10.06 20:33


Selbstmord an Weihnachten.

Winterzeit. Dunkelheit. Kälte. Leere. Angst. Depressionen.
Kerzen. Licht. Schneedecke. Fülle. Hoffnung. Advent.

Weihnachten. Eine Lebenseinstellung?

Tiefster Winter mit Schlittenfahrten, Kaminfeuer und Glühwein, Gebäck und Apfelsinen. Schöne Vorstellung, wenn man in Gesellschaft ist, wenn man Freunde hat. Partner.
Für denjenigen, der niemanden bei sich hat, den er mag und der auch ihn mag, denjenigen, der keinen Ort hat, an dem er willkommen ist und zu dem er zurückkehren kann, an dem er von seinen Sorgen befreit sein kann, weil er verstanden wird, für den mag das Erinnerung sein und in dem macht sich die Sehnsucht breit. Derjenige, der nicht die menschliche Wärme spürt, die das Leben lebenswert macht, der fühlt hierbei nur umso mehr seine eigene Verlorenheit. Sie wird ein Loch, das in die Seele gefressen, mit der Zeit größer und schwärzer wird. Das Gefühl, von Gott, wenn man ihn kennt, von den Menschen, wenn man sie kannte, verlassen worden zu sein, das Gefühl, sein Leben nicht mehr ertragen zu können, weil es zu schwer für einen geworden ist und die eigene Stärke mit der zu tragenden Last nicht gewachsen ist, das Gefühl, sein Leben nicht mehr ertragen zu können, weil es zu leicht geworden ist, weil der Sinn des Ganzen verlorengegangen ist, zusammen mit dem Gegenstand der einstigen Aufmerksamkeit.
Die ach so liebe Familie, die keifend um den Weihnachtsbaum sitzt, Verletzungen statt Geschenke austauscht und keine Liebe mehr gibt, sondern Verachtung. Die Familie, die sich nur traf, um den Schein nach außen zu wahren. Der Streit, der darüber entflammt, wie man den Baum schmückt oder welche Plätzchen man den Nachbarn schickt und immer öfter in Tränen, Wut und Türenknallen endet. Das oder Resignation. Kein Zuhause mehr zu haben, keine Liebe mehr zu empfinden. Weder zu sich selbst, weil man sich verabscheut dafür, zu sein wie man ist, noch zu anderen, weil man sich verhaßt vorkommt in seiner Umgebung. Alle gegen einen, einer gegen alle. Ein Chaos der totalen Konfrontation. Gibt es einen Ausweg?
Ist im Tod nicht all die Ruhe, die zu vermissen man in all den schmerzlichen Jahren gelernt hat? Ist im Tod nicht das Willkommen, die Geborgenheit und das Vergessen, das man so ersehnt hatte? Und wenn man wählen kann, zwischen einer Erlösung von den Qualen der eigenen Gedanken und der Fortführung allen empfundenen Elends? Wenn man die Möglichkeit wahrnimmt, die jedem freien Menschen gegeben ist, der entscheiden kann über seinen eigenen Überlebenswillen? Wenn die Antwort nicht Ja, sondern Nein lautet? Der Freitod die letzte Wahl ist, weil man nicht mehr warten möchte auf die Befreiung durch höhere Mächte? Ist ein Mensch zu verurteilen, der sein Leben selbst in die Hand nimmt und sich umbringt, statt sich voranzubringen?
Weihnachten, das Fest der Liebe. Das Fest der Liebe Gottes, der unendlichen Liebe. Denn Gott hat seinen Sohn in diese unfreundliche Welt gesandt, um den Ausgestoßenen Wärme zu geben, den Verlassenen Hoffnung, den Verachteten Liebe. Achte selbst darauf, wie es bei dir und deiner Familie aussieht. Ob der Schein nach außen gewahrt wird, oder ob die Liebe zusammen mit der Aufrichtigkeit an das Tageslicht bricht. Ob der Egoismus jedes einzelnen zugunsten einer Gemeinschaft soweit eingeschränkt werden kann, dass ein Miteinander wieder möglich wird, ohne sich selbst aufgeben zu müssen. Nächstenliebe heißt das Zauberwort. Und Mut zum Neuanfang. Unter der Voraussetzung, dass man, ebenso wie mit seiner Umwelt, auch mit seiner Innenwelt zurechtkommt, kann diese Herausforderung gemeistert werden. Denn die Portion Eigenliebe ist immer noch die Bedingung, um andere ebenso zu lieben.
19.10.06 20:21


Warum ich so traurig bin.

Mein Buch ist weg. Mein Buch, das ich Tag für Tag an seinen angestammten Platz zurückgetragen hatte, um es den Bibliothekarinnen nicht auszuliefern und den ehrgeizigen Studenten zu ermöglichen, damit zu arbeiten, wenn sie es denn nötig bräuchten. Ich schloß von mir auf andere und vermutete in den gutmütigen Herzen der Studenten eine Ecke für meine Hilflosigkeit in der sie das Buch liebevoll behandelt hätten, wie ich selbst es behandelte und uneigennützig an seinen Platz zurückstellte, wenn meine Tageslektüre zu Ende ging. Und jetzt, als es fast schon in mein Eigentum übergegangen ist, mein mentaler Besitz, meine inneres Auge es hätte auf eine Kinoleinwand projizieren können, jetzt ist es weg. Jemand hat es ausgeliehen. Ohne mich zu fragen. Ohne Rücksicht auf mich. Und nun sitze ich da und bin traurig. Weil ich doch jetzt endlich eine Ausrede gefunden habe, warum ich ganz sicher Nichts zustande hätte bringen können, da ja mein mir ans Herz gewachsene Hilfsmittel vor meiner Nase weggeliehen worden war. Einfach so.
Ach, Gott, bin ich traurig.
Mag sein, dass der Übeltäter schon eine Woche lang hinter dem nicht ausgeliehenen Buch hinterhersuchte, das, immer, wenn er im Regal danach greifen wollte, von einem zielstrebigen Heinzelmännchen, dass die Regale nach der Dritten Wand abzählte, sich an den Buchrücken orientierte und schließlich das Ärmchen ausstreckte und die Zehen reckte um das Buch aus dem großen Regal zu angeln, wegstibitzt wurde und so schon die ganze Zeit lang unbestimmter Weise unauffindbar war. Aber ich bin traurig. Egal, wer eigentlich schuld ist.
19.10.06 20:18


Bilanz

Was ich hätte tun sollen und können:
- Arbeitsamtbesuch um ein Berufsberatungsgespräch zu führen
- Probestudium in (z.B.) Erfurt
- Führerschein
- Bewerbungen schreiben
- nützliche Dinge wie Geldverdienen...

Was ich stattdessen tun werde:
- Drachensteigen
- Schwimmen
- Pizza essen
- DVD's mit eigenes Backgroundmusik rauf- und runterhören
- Kino gehen
- Fotografieren
- Zeichnen
- Sonnenuntergang bzw -Aufgang beobachten
- Spazieren gehen
- Lagerfeuer
- Frankfurter Buchmesse besuchen
- Kanufahren
- einen ganz bestimmten Berg suchen
- Schülervortrag vorbereiten (Kirchner)
- Essen kaufen gehen
- Möbel aussuchen gehen
- Autofahren üben
- mich dem Schwangerschaftsrisiko aussetzen



Bilanz?

Ich bin ein Zukunftsgefährder.
18.9.06 16:26


Versuche einer Rettung aus nichtänderbaren Abgründen

Ein Brief an meine Cousine:


Liebste Cousine,

ich habe ein Anliegen, dass ich wohl besser nicht stellen sollte, es aber dennoch tue, weil ich ein so selbstsüchtiger, anstandsloser Mensch bin.
Um diese meine Charaktereigenschaft jedoch nicht ganz so böswillig heraushängen zu lassen, könnte ich mich a) auf deinen Kaputtseizustand nach einer anstrengenden Pragreise, b) auf das Verspätungsrisiko durch Stau etc., sowie c) einfach darauf berufen, dass du dich durch mein eigentliches Anliegen nicht beeinflussen lassen solltest, da du ja weißt, dass ich dich und Kai gern dabei gehabt hätte!(ich hoffe, daran kommt auch kein Zweifel auf!)
Weitere Vorrede durch Fakten:
Wir haben heut verkündet bekommen, dass ihr gegen 15Uhr aus Prag wiederkommen werdet. Die Wulkowfahrer wollen jedoch schon gegen 16Uhr losfahren - es könnte also knapp werden, wenn es das nicht schon ist.
Außerdem wollte ich, wie du weißt den Dummstiefel mitschleifen, hatte ihn jedoch bisher leider nur inoffiziell vorgemerkt und hab nun leider die Chance auf einen Vormerkplatz vertan. An dieser Angelegenheit hängt jedoch für mich der weitere Verlauf meiner Herbstferien, denn ohne dass der Dummstiefel mitkommt, gelange ich nicht nach Lübeck bzw. es wird sonst zu teuer.
Zum eigentlichen Problem
Es liegt nun an Euch, ob d. D. mitkommen kann oder nicht und, worum es mir vorrangig gehen sollte, wann wir das "Ob" oder "Ob nicht" erfahren werden. Denn, wie der Pfarrer mir sagte, hast du bis Freitag Bedenkzeit, weil du erst dann mit Sicherheit sagen kannst, ob deine Begleitung überhaupt frei bekommt und ja, ob du überhaupt Lust hast, nach Prag noch nach Wulkow zu fahren.
Ich könnte jetzt an dein Mitleid mit deiner kleinen dummen COusine appelieren, die schließlich die tolle Pragfahrt aus Geldmangel nicht mitgemacht hat und sich trotzdem einen tollen Urlaub erhofft, aber das ist selbst mir zu dumm und ich bitte dich lediglich darum, eventuell, wenn dein Interesse an Wulkow schon verloschen ist, gleich abzusagen oder aber auf deines Freundes Antwort zu warten. Also ich bitte dich eigentlich nur um eine Entscheidung, die du, falls sie negativ ausfällt, schonmal mitteilen könntest.

Lange Rede kurzer Sinn.
Ich frage dich blöderweise nach Sachen, die Schlechtes-Gewissen-Potenzial haben, also hab ich dabei selbst Gewissensbisse, denn ich habe nicht vor, dir Vorwürfe daraus zu machen, wenn du deinen Platz in Anspruch nehmen willst (was dein gutes Recht ist). Ich bitte nur um schnelle Klarheit in Punkto zerbrochene Ferienplanung, damit ich mir das Ärgern auf die Wochen bis dahin besser verteilen kann und nicht in Wulkow dann die Fresse ziehe (was nicht besonders zuträglich wäre, aber ich kenn mich ja).

Nachdem du jetzt also alles weißt und fast überhaupt nicht in irgendeiner Weise irgendwie beeinflusst bist
Schreib mir wenigstens mal, ob du in meiner Situation so eine unmoralische Anfrage getätigt hättest. (Obwohl die Anfrage ja nicht unmoralisch ist, nur das Anliegen dahinter oder so irgendwie)

Egal, wie du dich entscheidest, dies sollte ein Einblick in die Denkwelt deiner Cousine sein

Liebe Grüße

Mazia
18.9.06 16:17


wenigstens glücklich

Es ist schon erstaunlich, dass es mir so selten möglich ist, einfach nur mein dummes Schandmaul zu halten, sodass auch die, die mir am liebsten sind, irgendwann nicht anders können, als mich in einer angetäuschten Umarmung zu erwürgen, wie ich es verdient hätte – aber dann wäre ich wenigstens glücklich gestorben.



BEUTEL UND BILDER


Nach dem großen Abfahrtsplenum, bei dem ich schließlich meinen Beutel als vermisst melden musste, „Diesen schwarzen ’Ohne Dich ist alles doof’ - Beutel mit dem dämlichen Schaf drauf“, kam mir unten, vor der Mensa dann die beinahe erschlagende Erkenntnis mit Hilfe von Jens. Warum ist der Beutel, der mich dazu veranlasst, Leute für idiotisch zu erklären, wenn sie damit rumlaufen würden, der Beutel, den ich nur trage, weil er von meinem Dummstiefel persönlich stammt, obwohl er plastisch, umweltbelastend und peinlich ist, warum ist dieser Beutel verschwunden?
Nun ja, fangen wir von vorne an.
Vor dem Computer in der Mensa standen Chris, Jens und ich und suchten nach einem Foto, dass meinen Namenseintrag bei in Chris’ Gmail-Konto schmücken sollte, fragten schließlich nach Svenjas Passwort, damit sie uns den Link des Forums erschließen könnte und fanden dann heraus, dass das Bild aus dem Forum von dem Computer aus, an dem wir standen, nicht kopierbar war, weil dieser über keine Str-Taste verfügte. Als wir jedoch das Foto fanden, erleuchtete es Jens, dass ich der kranke Mensch sei, der solch krankes Foto von sich selbst ins Forum stellte und ich verbreitete erstaunt, dass ich eben dieses „kranke“ Foto in entsprechender Postergröße meinem Freund, in Glas gerahmt, in eines der Adventspäckchen des letzten Jahres verpackt hatte, damit er es sich in die Wohnung hinge. Würden denn die Anwesenden diese Foto nicht in ihre Wohnung hängen? … … … Anscheinend nicht. Und wie der kalte Sommerregen in den ausklingenden Sommertagen kam mir die Erkenntnis, dass eben genau das doch der Grund gewesen sein könnte, warum das Glas zertreten und das Bild für ewig daran gehindert worden ward, an irgendwes jemandes Wand zu hängen. Und alles was davon übrig blieb war Jens’ Grinsen, das mir zwischen den Zähnen mitteilte, wie ich es denn anders auch nicht mit dem Beutel von statten gehen gelassen hätte.

Mir stellt sich jetzt nur noch die Frage, ob man sich denn nicht auch ohne Freud’s unbewusstes inneres Drecksschwein sagen könnte, was man von gegenseitigen Geschenken denn so halten würde…
13.8.06 13:26


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