uninteressantes Geschwafel einer unerhörten Philosophin

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Warum nicht mal ich

Warum über andere schreiben, wenns einem selbst beschissen genug geht? Warum nicht die eigene Geschichte der von anderen, der von fremden vorziehen? Weil sie so persönlich ist? Weil sie nicht fiktiv ist und verletzlich macht? Weil sie nicht spektakulär genug ist um breites Publikum zu erreichen?



Es tut weh zu hören, dass man "nicht alleine" sei, wenn es doch genau das ist, was man fühlt. Einsamkeit. Verlassenheit. Das große schwarze Loch, in welches man fällt, sobald das Haus leer und die Stille unendlich ist. Alle fühlen mit dir, aber keiner kann mir helfen.

Ich habe aufgehört zu essen, weil mir schlecht von der Vertröstung wird, die das Essen verspricht. Schokolade macht glücklich. Doch wie lange? Nicht genug um über die nächsten Wochen hinwegzutäuschen, die Wochen in denen sich der Trost rächt und du merkst, dass du mehr brauchst, aber dein Gewissen dich dafür tot schlägt.
9.4.07 18:40


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Sara im Rausch



Ich tue es immer wieder.
Sobald ich den Stoff ran hab, denn es ist immer alles viel zu schnell weg. Die Ekstase, die Freiheit und der Stoff. Ganz schlimm ist es, wenn der Stoff zu spät kommt und ich im Gezittere etwas von dem Löffelchen verschütte, die Spritze fallen lasse, das Feuerzeug nicht funktioniert. Man sitzt wie auf Kohlen. Die Begierde in einem frisst einen auf. Das ist verdammt schmerzhaft.
Am Anfang war es noch anders. Die Joints waren was Neues, „high“ - sein machte unheimlich viel Spaß. Alles war so einfach, … schwebend, … wolkig… Man konnte alles hinter sich lassen und es verging nur langsam. Aber das war nicht genug. Seit Axel tot ist, hab ich mit dem Fixen angefangen. Ich musste verstehen. Vergessen. Es ist leichter in dem anderen Zustand. Nichts kommt an dich ran. Gar nichts. Wenn die alten Säcke nach dir greifen, du alles für sie tust, weil sie das Geld für den Stoff haben…
Der Stoff steht im Mittelpunkt. Und wenn du ihn hast…
Weißt du? Stoff verlierst du nicht. Es wird immer welchen geben und du wirst ihn immer irgendwoher bekommen. Wenn du das Geld hast, klar, aber solange das Zittern und die Schmerzen nicht zu groß werden, ist Geld kein Problem. Die Alten kommen sowieso. Sie stehen Schlange für dich. Du darfst ihnen nur nicht in den Schoß kotzen, sonst kommen sie nicht wieder. Und tu ihren teuren Autos nichts, sonst bist du tot.
Der Stoff ist dein Freund, die anderen Zombies mit den weiten Pupillen, die sind es auch, doch wenn sie anfangen zu zittern, nimm dich in Acht. Die klau’n wie die Raben. Sie brauchen den Stoff, wie ich.
Meine Alten ham mich vor die Tür gesetzt. Ich brauch sie nicht mehr. Sie haben es später bereut, aber ich, ich will nicht mehr zurück.
Einmal ham sie mich in der Wohnung eingesperrt. Meine Mutter hat die ganze Zeit geheult. Ich hab die Tür eingetreten. Ich lass mir nichts mehr verbieten. Nicht von denen.
Auch die Bullen könn’ uns nix. Wenn die uns finden, bekommen sie uns nicht. Wir sind zu viele. Wir sind zu schnell. Wir nehmen und unsere Freiheit, der Stoff hilft uns dabei.
Es ist ganz einfach: Stoff, Besteck, Klo. Wenn kein Klo da ist, auf offener Straße – du bist überall zu Hause. Alles gibt’s überall: Freier, Dealer, Junkies.
Ein Teufelskreis? Der Lauf der Dinge eben. Und anders hält man’s ja nicht mehr aus.
Die einzige Angst: Der Goldne Schuss. Du siehst die Leute neben dir verrecken. Zu viel des Guten, es nimmt dir dein Leben. Doch vielleicht isses auch besser so. Keine Schmerzen mehr, weißt du? Und du bist glücklich gestorben, weißt du?
„High“.
Dann hört die ganze Scheiße endlich auf und du brauchst keine Angst mehr haben vor dem „Danach“. Dieses eine geht nicht mehr vorbei: Es muss schön sein, so zu sterben.

Eine Episode zu dem Roman von Sybille Berg „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ (1997) im März 2007 von A. E. W., aus der Reihe "Problemkinder - Porträt einer schizophrenen Jugend"

Quelle Foto: http://www.drogeninfos.de/bilder/newsbilder/spritze.jpg
15.3.07 16:40


Weihnachtszeit

Das Licht verschwindet im Dunkel
und meine Seele sehnt sich nach dir.
Ich warte, ja steh hier gar stille,
die Welt dreht sich weiter, nur wir
wissen, ob mit oder ohne dich.
Doch du wirst kommen noch heute,
erlösen die Sehnsucht in mir.
Du wirst meine Seele befreien:
mit dir kommt Erfüllung zu mir.
Mit dir kommt zurück auch das Licht.
21.12.06 20:46


Nachtschatten



Die Schatten, die du wirfst, sind unermeßlich.
Das Streifen deiner Flügel unvergeßlich.
Nie wieder ohne deine Liebe werd ich gehen,
Ich kanns nicht ändern, weder greifen noch verstehen,

Deine Dunkelheit umfasst mich
deine Einsamkeit umarmt
meine Sehnsucht, leise, zärtlich
Die der goldne Mond umgarnt.

Deine Trauer will ich tragen,
deine Zweifel sanft umgehn,
will mich ewig an dich binden,
will mit dir in mir vergehn.

Elwe
11.11.06 12:04


Die Verfänglichkeit des WWW

Ich möchte im Folgenden über die drei Buchstaben philosophieren, die nicht identisch mit denen sind, auf welche man sich setzen soll, denn das sind meistens 4, aber eigentlich mehr oder weniger.

W wie enorm wichtig
W wie weiterhin ausgeklügelt
W wie außerdem wertlos

WWW wie WortWilleWert-los

WWW wie wiedereinmal wirr wackeln

WWW wie doublevdoublevdoublev

WWW wie WorldWideWeb

WWW.wieEBAY.de

zum Kotzen unübersichtliche Reizüberflutung mit Suchtpotenzial. Warum sie das noch nicht verboten haben in Deutschland, wo man sonst für jeden Scheiß eine Baugenehmignug braucht, wo dann die Hälfte eh nicht genehmigt wird, das ist schon sehr bemerkenswert und halbwegs erstaunlich.
Ich hasse Ebay.
Und ich hasse schlechte Fotos.
Ich hasse Porto und Versandkosten.
Ich hasse Mitbieter.
Ich hasse den Druck der letzten Minuten.
Ich hasse die Fülle an verschiedenen Artikeln.
Ich hasse mein Interesse an Ebay, denn
Ich hasse Ebay.
Und ich hasse schlechte Fotos.
Ich hasse Porto und Versandkosten.
Ich hasse Mitbieter und Restposten.
Ich hasse last minute-Amgebote und Onlineshops.
Ich hasse das Internet und ich liebe es eigentlich so sehr, dass ich mich nicht mehr von ihm trennen kann.

Verfängliche Angelegenheit.
6.11.06 17:56


Ausgeträumt

Der Traum vom Glück ist ausgeträumt
Die Zukunft hat sich aufgebäumt
Kein Mensch sucht mehr nach Eisamkeit,
Verendung in Unendlichkeit

Letztendlich sind wir all allein


Vollkommen schutzlos, Dach zerstört
Die stummen Schreie, ungehört
Leben wir uns auseinander.
Keiner folgt mir, wenn ich wander

In die dunkle Nacht hinein


Still die Schritte ziellos fern
Den Lebenssinn fänd jeder gern
Kennt ihn einer? Ich nur nicht?
Nie mehr bin ich drauf erpicht.

Ihn zu kennen muss nicht sein.


Ausgeträumt in Lebens Mitten
Illusionen selbst zerschnitten
Realismus kalt getränkt
Mit Pessimismus und gekränkt

Verlasse ich die Welt des Schein

Elwe
29.10.06 21:33


Was wäre wenn

Was wäre wenn, wir Teil einer gigantischen „irrealen“ Welt
und alles was, wir dächten würd, erfüllt werd’n könn „irgendwie göttlich“? Ja.
Was würd zu wünschen übrig bleiben, wenn uns wirklich „nichts mehr“ bleibt
nur das wir wünschen, dass wir hätten Wünsche für uns „immer“ mehr?

Was wäre wenn, uns einer fragt, ob wir vielleicht „ein bisschen“ Zeit
hätten für ihn und er uns könnt etwas erzähln, „was Wich’ges“ und
wir könnten selbst entscheiden, ob wir wirklich seines „hören“ wolln
oder viel lieber von uns selbst ein bisschen Leid „vor ihm“ aufzähln?

Ist denn alles sinnlos, was wir für uns tun?
Hat denn keiner Zweifel, ob wir jemals ruh’n
zu denken an uns selbst?
Ich glaube nicht!

Was wäre wenn, wir einmal würden mächtig Geld „ganz schnell“ gewinn’
und wir uns könnten einmal kaufen jede Menge „sinnlos“ Schund.
Ob wir da dächten einmal auch, an andere arme, „Dritte“ Welt
und etwas von dem unverdienten Schotter an sie „schenkend“ gäbn

Was wäre wenn, wir einmal plötzlich groß berühmt und „reich und“ schön
wärn für etwas, das ein ganz andrer eigentlich „vor uns“ erkannt?
Würden wir ehrenvoll gestehn’ dass der Ruhm ihm, „nicht uns“ gebührt?
Geschweigedenn den wahren Schöpfer der Idee „gebührlich“ ehrn?

Ist alles was wir für andre tun Spekulation?
Hat denn keiner Zweifel, ob wir jemals ruh’n
zu denken an uns selbst?
Ich glaube nicht!


Elwe
26.10.06 17:23


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